Assistenzhund für Elias

Donnerstag, 3 Januar 2013

Elias hat Diabetis Typ1. Um ihn zu unterstützen zahlen wir Elias die Ausbildung des Assistenzhundes Hope – Weiteres hier:

www.shz.de/nachrichten/lokales/eckernfoerder-zeitung/artikeldetails/artikel/elias-groesster-wunsch-geht-in-erfuellung.html

Ein Leben mit der Krankheit Diabetes Typ 1

Warum Diabetikerwarnhund Hope für den 5-jährigen Elias so wichtig ist, wird deutlich, wenn man sich mit der Krankheit auseinandersetzt. Was bedeutet die Diagnose für Betroffene und worin unterscheiden sich die Typen 1 und 2?

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunkrankheit, an der rund 400.000 Deutsche leiden. Dabei richtet sich das Immunsystem aus bisher unbekannten Ursachen gegen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und zerstört diese. Bei Typ-2-Diabetes hingegen entwickelt der Körper eine „Insulin­resistenz“, die häufig durch erbliche Veran­lagung, Überernährung oder Bewegungsmangel hervorgerufen wird.

Was passiert im Körper?

Bei einer Typ-1-Diabetes-Erkrankung ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, eigenständig Insulin zu produzieren. Insulin ist ein Hormon, das Glukose aus dem Blut in die Zellen transportiert. Der menschliche Körper wiederum braucht Glukose zur Energiegewinnung. Bei Diabetes-Typ-1-Erkrankten richtet sich das Immunsystem gegen die insulinproduzierenden Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse sitzen und zerstört sie, sodass die Insulinproduktion ausbleibt. Die Folge ist der Anstieg des Blutzuckerspiegels. Deshalb muss dem Körper ein Leben lang künstlich Insulin zugeführt werden.

Die richtige Dosis ist entscheidend

Die Insulin-Zufuhr gleicht den Blutzuckerspiegel aus und bringt ihn wieder auf Normalniveau. Die benötigte Menge, die Erkrankte zuführen müssen, hängt von Faktoren wie Alter, Tagesform, Aktivität und Ernährung ab. Bekommt der Körper kein Insulin, wirkt sich dies – je nach Menge und Dauer – auf das Nervensystem, Adern, Augen und Nieren aus.

Bei einer Überdosis Insulin kommt es zur Unterzuckerung. Die Folgen reichen von Nervosität, Konzentrations­störungen und Verwirrtheitszuständen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bei zu geringer Zufuhr – also einer Überzuckerung – können Erblinden, Nierenversagen und im schlimmsten Fall Amputationen die Folge sein. Deshalb müssen Betroffene stets auf einen ausgeglichenen Insulinspiegel achten und sich an strenge Regeln halten: Tägliche Kontrollen, die Teilnahme an Schulungsprogrammen, Ernährungs-Tagebücher und die künstliche Insulinzufuhr erfordern ein hohes Maß an Verantwortung.

Kinder wie Elias wachsen mit diesen Tagesstrukturen auf, integrieren sie in ihren Alltag und können so ein fast normales Leben führen. Den Eltern kommt dabei auch eine wichtige Rolle zu: Sie bringen ihren Kindern bei, wie die Insulin-Zufuhr – entweder über Injektionen oder über eine Insulinpumpe – funktioniert und klären sie darüber auf, welche Folgen die Krankheit haben kann.

Um Eltern und Kinder zu entlasten, werden Assistenzhunde wie Hope ausgebildet. Sie leisten bei Über- oder Unterzuckerung Hilfe: Diabetikerwarnhunde können beispielsweise die Notfalltasche, die  mit Saft oder Traubenzucker gefüllt ist, bringen. Kann sich der Betroffene selber nicht mehr helfen oder verliert sogar das Bewusstsein, holt der Hund Hilfe. Zusätzlich ist ein Hund wie Hope emotionaler Halt und treuer Begleiter des Erkrankten.

Wussten Sie, dass auch Hunde an Diabetes erkranken können? Wie beim Menschen unterscheidet man auch hier zwischen den Typen 1 und 2. Bei Hunden erkranken überwiegend weibliche Tiere. Kleine Rassen wie Pudel, Spaniel und Dackel entwickeln häufiger Diabetes als Hunde mittlerer und großer Rassen. Begünstigende Faktoren sind vor allem Übergewicht, aber auch Stress oder Medikamente. Um Übergewicht zu vermeiden und das Diabetes-Risiko gering zu halten, ist die richtige Ernährung wichtig. Deshalb können Sie das Wunschfutter für Ihren Hund optimal auf seine Bedürfnisse anpassen und beispielsweise den Energiegehalt abhängig von Alter und Aktivitätsgrad bestimmen.

 

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