Futterunverträglichkeiten und Allergien

Montag, 19 September 2011

5-10% aller Haustiere leiden unter Futterunverträglichkeiten, dieser Trend verläuft parallel zum Menschen, hier sind es bereits 40-45% der Gesamtbevölkerung. Konträr zu weitverbreiteten Ansichten, stehen Nahrungsmittel Unverträglichkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit der gewöhnlich konsumierten Nahrung. Haustiere haben oft Allergien gegen Weizen (z.B. in Keksen enthalten) und gegen Rind; andere häufige Allergien bestehen gegen Schweinefleisch, Huhn, Milch, Mais, Soja und Fisch. (Tagungsbericht der Nutrition Society 64 (4): 458-464, November 32005. Day, Michael J).

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind schwer erkennbar für Tierhalter, da die Anzeichen oft als leichtere Krankheiten erkannt werden, wie Ekzem, Dermatitis, Erbrechen, Durchfall und Energielosigkeit, es ist aber schwer, dies ausschließlich auf die Ernährung zurückzuführen, da die Symptome zu vielen anderen Krankheitsbildern passen. Demzufolge können Diagnose und Behandlung langwierige und kostenintensive Prozesse sein. Neurologische Symptome wie Unpässlichkeit und Krampfe treten seltener auf. Tierärztliche Allergietests können die Diagnose beschleunigen, kosten aber oft viel Geld.

Wenn Sie ihr Tier mit Juckreiz oder Verdauungsproblemen in eine tierärztliche Ambulanz bringen, wird ihr Tierarzt erst einmal andere Ursachen ausschließen wollen. Die Ausschlussdiagnose beinhaltet eine körperliche Untersuchung und Labortests auf die allergische Floh — Dermatitis, welche die häufigste Ursache für allergische Hautreaktionen bei Tieren ist. Ferner können Inhalationsmittel-Allergien, saisonabhängige Reaktionen auf Pollen, Schimmelpilzsprossen, Staubmilben und durch Nahrungsmittel verursachte Unverträglichkeiten des Verdauungstraktes und eine akut negative Reaktion auf Nahrungsmittel, welche das Immunsystem nicht fördern, als Verursacher in Frage kommen. Wenn Nahrungsmittelallergien dann weiterhin verdächtigt werden, wird ihr Tierarzt ihnen helfen, punktgenau herauszufinden, was genau die Probleme ihres Tieres verursacht.

Viele allergische Hunde reagieren nur auf 1-2 Inhaltsstoffe hyperempfindlich, Rinder- und Milchprodukte sind hier Hauptschuldige. Weitere problembelastete Inhaltsstoffe – jedoch seltener – sind Saaten, Schwein, Huhn, Eier und Fisch. Allergien auf Nahrungsmittel-Zusatzstoffe, inklusive Konservierungsstoffe, können ebenfalls – auch seltener – Ursachen sein. Lücken in der Gesetzgebung bei Tierfutter Verpackungen erleichtern auch nach der Diagnose die Heilung nicht, Tierhalter können also nicht immer klar erkennen, was sie ihrem Tier füttern, da Inhaltsstoffe nicht unbedingt auf der Verpackung angegeben werden.

Tierfutterhersteller sind derzeit nicht verpflichtet, alle Inhaltsstoffe zu benennen und einige Marken benutzen allgemeine Ausdrücke wie „Fleisch-Nebenprodukte“ und „Getreide- oder tierische Derivate“. Um Nahrungsmittelallergien final zu diagnostizieren, empfehlen die meisten Tierärzte es mit einer Eliminationsdiät zu versuchen – eine Diät, die bestimmte Proteine und Kohlenhydrate enthält, die das Tier bis dato nicht kennt. (Quelle: More Than pet insurance survey, and Update on Food Allergy in the Dog and Cat from Stephen White, WS AVA conference).

Die Eliminationsdiät

Es ist nicht leicht, verlässliche Informationen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu erhalten (auch genannt: Nahrungsmittelallergien)‚ aber es gibt  einige, weltweite Studien, dennoch kann man von diesen Studien einige Fakten und Empfehlungen sichern: Ich habe einige dieser Artikel in Auszügen beigefügt, vielleicht möchten Sie sich das mal ansehen, aber bevor ich Sie mit den technischen Fachbegriffen überfordere, habe ich ein paar Punkte zusammengeschrieben, welche Sie bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien bei ihrem Hund oder ihrer Katze beachten sollten.

Entsprechende Symptome sind wahrscheinlich hoher Juckreiz, blanke und getötete Haut oder Magen-Darmprobleme. Natürlich ist es unerlässlich, erst einmal einen Tierarzt zu konsultieren, so dass ernsthaftere Probleme ausgeschlossen werden können, denn nicht alle Haut — und Verdauungsprobleme werden von Nahrungsmitteln verursacht (analog zum Menschen). Stephen White, ein US-Forscher, sagte: „ Nahrungsmittelallergien bei Hunden und Katzen sind unabhängig von Geschlecht und Rasse.“ Völlig gegensätzlich behaupten 2 andere Studien, dass bestimmte Hunderassen ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung von Nahrungsmittelallergien haben: Soft-Coated Wheaton Terrier (gleicher Name im Deutschen), Dalmatiner, West-Highland White Terrier (gleicher Name im Deutschen), Collie, Chinesischer Shar Pei, Cocker Spaniel, Springer Spaniel, Zwergschnauzer, Labrador Retriever‚ Dachshund und Boxer.

Spezielle Forschung der US — Colorado State University beweisen, dass Retriever (mehr als andere Hunderassen) ein höheres Risiko haben, Nahrungsmittelallergien zu entwickeln. Unterdessen scheint das Alter bei Entwicklung einer Nahrungsmittelallergie irrelevant zu sein, einige Forschungen bestätigen, dass bei mindestens 33 % der erforschten Fälle Hunde unter einem Alter von einem Jahr betroffen waren.

Hier noch einmal einige Hinweise auf eine mögliche Vorgehensweise, so wie ihr Tierarzt sie vorschlagen würde:

1. Wechsel von einer industriellen Futtermischung zur nächsten, löst ihr Problem wahrscheinlich nicht, da die Inhaltsstoffe der Futtermischungen nicht explizit bekannt sind, die Richtlinien für Futtermittelaufschriften sind hier nicht streng genug.

2. Eine Eliminations-Diät ist wirklich der einzige Weg um festzustellen, ob a.) das Problem überhaupt auf eine Nahrungsmittel-Allergie zurückführbar ist und b.) wodurch das Problem eigentlich verursacht wird. Eine Eliminations-Diät besteht oft aus faden Nahrungsmitteln, wie z.B. gekochter Reis, in Kombination mit einer Proteinquelle, Eliminations-Diäten für Hunde enthalten Lamm, Hähnchen, Karnickel, Pferdefleisch und Fisch als Proteinquellen, kombiniert mit Kartoffeln und/oder Reis.
Erfolgreiche Eliminations-Diäten für Katzen enthalten Lamm, Hähnchen, Karnickel und Wild, kombiniert mit Reis. Leckerli, Süßigkeiten, Tischabfälle und andere Kleinigkeiten müssen komplett aus der Nahrung von Hund oder Katze eliminiert werden. Die Eliminations-Diät ist mit sofortiger Wirkung gescheitert, wenn der Tierhalter vor dem Abschluss der Versuchsperiode seinem Tier aus Mitleid ein Leckerli füttert, sich der Hund oder die Katze aus einer unbekannten Nahrungsquelle bedient haben, der Hund oder die Katze gegen einen Bestandteil der Eliminations-Diät allergisch sind, oder die Beschwerden von Hund oder Katze außerhalb der Nahrungsmittelunverträglichkeiten begründet sind. 3. Die Diagnose wird abschließend bewiesen, in dem die Symptome durch erneute Gabe der vorher gefütterten Nahrungsmittel reproduziert werden, dies geschieht nach Ende der Eliminationsphase. Das Haustier sollte dann mit einer kommerziellen Diät (oder mit Hausmannskost) gefüttert werden, unter Auslassung des verursachenden Allergien. Unglücklicherweise ist dies kein schneller Prozess, Sie sollten die Eliminations-Diät fortführen, bis alle Anzeichen der Probleme verschwunden sind. Wie die unten aufgeführte Studie zeigt, dauert dies ca. 10 Wochen. Sobald Besserung eintritt, kann der Tierhalter bestimmte Nahrungsmittel wieder zuführen, so lässt sich erkennen, auf welchen Stoff das Tier allergisch reagiert. Es sollten nur einzelne Nahrungsmittel im Abstand von 2 Wochen zugeführt werden, da jedes Nahrungsmittel eine zeitverzögerte Reaktion aufweisen kann.

Nahrungsmittelallergien sind unheilbar.

Mit einer  Nahrungsmittelallergie leben heißt einfach den auslösenden Inhaltsstoff oder die auslösenden Inhaltsstoffe meiden. Medikamente (wie Antihistamine oder Korticosteroide) reduzieren bei anderen Allergien den Juckreiz, wirken jedoch bei Juckreiz – verursacht durch Nahrungsmittelallergie – nicht. Nahrungsmittelallergien wurden bei 51 Hunden während eines 60 tägigen Versuches mit „Hausmannskost“ (Eliminations-Diät) diagnostiziert. Das hauptsächlich vorherrschende Symptom bei allen betroffenen Hunden war dauerhaft und nicht von Jahreszeiten abhängiger Juckreiz. Man beobachtete, die Dauer zwischen Beginn der Eliminationsdiät und dem Nachlassen der klinischen Symptome. Dann stellte man die betroffenen Hunde wieder  auf ihre vormalige Ernährung (vor der Eliminations-Diät) um und man beobachte abermals die Dauer bis der Juckreiz wieder auftrat.

Die Zeit zwischen dem Beginn der Eliminations-Diät und dem Nachlassen der klinischen Symptome betrugen bei:

13 Hunden:    1-3 Wochen

25 Hunden:    4-6 Wochen

10 Hunden:    7-8 Wochen

3  Hunden:    9-10 Wochen

Hieraus muss man schließen, dass die empfohlene 3 – wöchentliche Eliminations-Diät zur sicheren Diagnose von Nahrungsmittelallergien nur bei 25% der getesteten Hunde ausreichte. Erst nach mindestens 10 wöchiger Eliminations-Diät kann man eine Nahrungsmittelallergie sicher ausschließen.

Rosser EJ Jr. Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, Veterinary Medical Center, Michigan State University, East Lansing 48824-1314.

Futter für sensible Hunde und Katzen

Einige Futtermischungen werden als „hypoallergen“ beschrieben – diese sollten Inhaltsstoffe enthalten, welche allgemein als leicht verdaulich und somit besser verträglich für einen gereizten Verdauungstrakt sind. Ungünstige Reaktionen auf aufgenommene Nahrungsmittelbestandteile können das ganze System beeinflussen, können Hautreaktionen hervorrufen, ferner den Magen-Darm-Trakt, das Atemsystem und das zentrale Nervensystem belasten, diese klinischen Symptome werden immer wieder überprüft. Die meisten wesentlichen Nahrungsmittelinhaltsstoffe haben das Potential eine Allergie auslösen zu können, obwohl die meisten Reaktionen durch bestimmte Proteine hervorgerufen werden. Im Besonderen können Hunde und Katzen empfindlich auf Kuhmilchprodukte, Rind, Fisch und Cerealien reagieren. Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten sind bei Hunden und Katzen eigentlich  eher selten, im Besonderen, weil der klinische Nachweis in der Praxis schwer feststellbar ist. Die Symptome sind verschieden und abhängig von der individuellen Reaktion, jedoch ist das hauptsächliche klinische Symptom starker Juckreiz. Eine etwaige Diagnose ist nicht leicht, es gibt keinen sicheren Test, durch welchen ein Klinikarzt sicher bestätigen oder widerlegen kann, dass und ob eine Empfindlichkeit auf Nahrungsmittel vorliegt.

 

Die Diagnose basiert auf ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen in Form von Eliminations-Diäten und Test—Mah1zeiten. Eliminations-Diäten für Hunde bestehen aus den Proteinquellen Lamm, Hähnchen, Karnickel, Pferdefleisch und Fisch, zusammen mit Kartoffeln oder Reis. Erfolgreiche Eliminations-Diäten für Katzen bestehen aus Lamm, Hähnchen, Karnickel oder Wildfleisch mit Reis. Sofern eine Besserung während der Eliminationsphase eintritt, weist dies auf eine Nahrungsmittelallergie hin. Bei erneutem Auftreten von klinischen Symptomen in einem Zeitraum von ca. 7-14 Tagen nach Wiederaufnahme der ursprünglichen Diät, bestätigt sich diese Diagnose.

Futterallergien bei Hunden und Katzen – nicht nur ein Magen-Darm Problem!

Immunologisch begründete Reaktionen auf Nahrungsmittel sind für über 10% aller allergischen Reaktionen bei Hunden und Katzen verantwortlich. Hautwunden (Juckreiz, Rötungen und Knötchen) sind die Haupterscheinungsformen (7 0-80%), verglichen mit nur 10-1 5% Magen-Darm-Problemen — in Kombination mit Hautproblemen oder ohne. Durchfall, Übergeben, wenig Appetit, chronischer Gewichtsverlust, Unterleibsbeschwerden und Antriebslosigkeit gelten als typische Anzeichen für chronische Magen-Darm-Nahrungsmittelallergien.

Rasse oder Geschlecht bei Hunden oder Katzen sind keine begünstigenden Faktoren, die Anzeichen können jederzeit (und in jedem Lebensalter) auftreten. Die immunologische Natur dieser Krankheit kann nur durch anamnestische und klinische Funktionen bestimmt werden und muss durch das Vorhandensein von Lymphozyten, Plasmazellen‚ Mastzellen und durch sogenannte eosinophile Granolozyten in histologischen Proben nachgewiesen werden. Das auslösende, verursachende Allergen kann nur durch eine auf mindestens 4 Wochen limitierte Versuchsphase mit bei dem Tier bisher noch nicht eingesetztem Futter genauer identifiziert werden.

Hiernach kann das Tier dann wieder mit der herkömmlichen Industrie gefertigten Diät (oder aber mit Hausmannskost) anfangen, natürlich ohne das schädigende Allergen. PMID: 8470106 (PubMed) – indexed for MEDLINE). Nahrungsmittelüberempfindlichkeit bei 30 Hunden White SD. Bei 30 Hunden diagnostizierte man Nahrungsmittelüberempfindlichkei. Die klinischen Symptome variieren, Juckreiz (97%), Hautrötungen (50%), Knötchenbildung (37%) kommen am häufigsten vor. Eine Diagnose ließ sich erst nach Aufschlüsselung der klinischen Symptome stellen, nämlich nach Fütterung einer hypoallergenen, begrenzten Diät und Wiederkehren der Symptome bei Aufnahme der vormals gefütterten Nahrungsmittel. Alter, Rasse oder Geschlecht spielten dabei keine Rolle. Kein Tierhalter konnte das Vorkommen der klinischen Symptome auf eine kürzlich veränderte Ernährungsweise zurückzuführen. Sieben Hunde hatten gleichzeitig Flohbisse, nahmen Inhalaltionsmittel, hatten Darmparasiten oder litten unter Insulin Überempfindlichkeit.

Diagnose von Nahrungsmittelallergien bei Hunden

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, Veterinary Medical Center, Michigan State University, East Lansing 48824 – 1314

Die Änderungssensibilität  einer auf 60-Tage begrenzten Spezial – Diät mit „Hausmannskost“ (Eliminations -Diät) wurde entsprechend ausgewertet  und sodann wurde bei 51 Hunden die Diagnose „Nahrungsmittelallergie“ festgestellt. Das dominanteste, festgestellte, klinische und Allergie auslösende Symptom, welches bei allen untersuchten Hunden ausgewertet wurde, war beharrlich die saison-unabhängige Juckreiz-Dermatitis. Aufgezeichnet wurde die  Zeitspanne zwischen dem Beginn der Eliminations-Diät und dem Nachlassen der klinischen Zeichen. Sodann wurden die Hunde abermals mit ihren vorher konsumierten Diäten konfrontiert und die Dauer bis zum Wiederauftreten der saison-unabhängigen Juckreiz-Dermatitis wurde erneut notiert.

 

Diagnose von Nahrungsmittelallergien bei Katzen

Bei 14 Katzen diagnostizierte man Nahrungsmittelüberempfindlichkeit. Die häufigsten klinischen Symptome variieren;  bei  100% der Probanden trat Juckreiz auf, Haarausfall war bei 64% zu beobachten,  Knötchen – Bildung hatten 21% der getesteten Katzen. Juckreiz ließ sich bei den getesteten Katzen  vor allem am Kopf, oder am Nacken,  bei  42% der Katzen auch in der Ohr-Region beobachten. Die Diagnose wurde gesichert,  durch Auflösung der klinischen Symptome bei Fütterung einer restriktiven („hypoallergenen“)Diät mit anschließender Rückkehr der ursprünglichen Symptome bei Konfrontation mit der vormaligen Ernährungsweise oder einer gänzlich anderen unbekannten Nahrung. Hauptallergene (diese wurden bewusst provoziert, man setzte die Tiere diesen Allergenen aus) waren Fisch und Milchprodukte. Alter und Geschlecht spielten keine Rolle,  9 (also 64%) der Katzen waren Kurzhaar-Hauskatzen. Die Halter der Tiere sahen keinen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von klinischen Symptomen und einer kürzlich erfolgten Ernährungsveränderung. Drei Katzen hatten gleichzeitig Flohbisse, Inhalationsallergene, oder litten unter  Flohhalsband – Überempfindlichkeit.

Nahrungsmittelüberempfindlichkeit bei Katzen mit chronischen idiopathischen Magen-Darm (gastrointestinal) Problemen

Guilford WG, Jones BR, Markwel PJ, Arthur DG, Collett MG, Harte JG, Institute of Veterinary, Animal and Biomedical Sciences, Massey University, Palmerston North, New Zealand, W.G.

Ziel dieser Studie war es, die Untersuchung über die Verbreitung von Nahrungsmittelüberempfindlichkeit bei Katzen mit chronischen idiopathischen Magen – Darm (gastrointestinal) Problemen, die Identifikation der auslösenden Nahrungsmittelinhaltsstoffe und die Charakterisierung der klinischen Merkmale zu eruieren. Siebzig Katzen, mit idiopathischen, chronischen Magen-Darm (gastrointestinal) Beschwerden, unterzogen sich einer diagnostischen Untersuchung. Hiervon wurden 55 Katzen mit idiopathischen Problemen in die Studie übernommen.

Die Diagnose „Nahrungsmittelüberempfindlichkeit“ wurde durch eine Eliminations-Diät-Studie manifestiert, hierzu wurden kommerziell ausgewählte Proteine in die Studie eingebracht. Sechzehn Katzen (29%) der gesamten 55 Katzen mit idiopathischen Magen-Darm (gastrointestinal) Problemen wurden als Nahrungsmittel überempfindlich  diagnostiziert. Die klinischen Symptome von 11 weiteren Katzen (20%) lösten sich durch die Eliminations –Diät auf und kamen auch nach erneuter Konfrontation mit der vorherigen Ernährungsweise nicht wieder auf. Die für die klinischen Anzeichen verantwortlichen Nahrungsmittel oder Inhaltsstoffe waren häufig Hauptnahrungsmittel. 50% der betroffenen Katzen reagierten auf mehr als 1 Nahrungsmittelinhaltstoff. Die klinischen Anzeichen, welches am häufigsten auf Nahrungsmittelüberempfindlichkeit hinweisen,  sind fortdauernde, simultan auftretende  Magen-Darm Beschwerden, in Kombination mit dermatologischen Anzeichen. 11 der betroffenen Katzen verloren an Gewicht,  Dickdarm-Diarrhöe kam häufiger vor als Dünndarm-Diarrhöe. Analyse des Serum spezifischen Antigens Immoglobulin E (IgE) war hier von limitierter Aussagekraft- ebenso  wie eine gastroskopische Magenspiegelung hier nicht helfen konnte. Abschließend lässt sich sagen, dass ungünstige Reaktionen auf Hauptnahrungsmittel bei solchen Katzen-Populationen häufig vorkommen; die Katzen reagieren aber gut auf ausgewählte Protein – Diäten. Präzise Diagnostik erfordert spezielle Versuche mit  Eliminations-Diäten und kann nicht rein auf Basis der klinischen Symptome, aufgrund klinisch – pathologischer routinemäßiger Daten, mit einer Analyse des Serum spezifischen Antigens IgE, einem gastroskopischen Test auf Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten, oder einer Magenspiegelung – festgestellt werden.

Falls Sie Fragen zu Krankheiten und Therapiemöglichkeiten haben, fragen Sie bitte Ihren Tierarzt.

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