Gesunde Ernährung für Hunde und Katzen

Donnerstag, 13 Januar 2011

Hunde und Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Da ihre Besitzer oft eine sehr emotionale Beziehung zum Tier haben, wird zunehmend mehr Wert auf Ernährung gelegt. Schließlich soll das Tier lange Zeit gesund und fit bleiben. Hier im Text gibt es einige Tipps zur gesunden, biologisch korrekten Ernährung von Hund und Katze.

Wie kann ich prüfen, ob mein Tier gut ernährt ist?

Sofern das Tier über ein glänzendes Fell sowie strahlende Augen verfügt und fit ist, gibt es wenig Anlass zur Sorge. Es gibt eine weitere Möglichkeit zur Kontrolle der Ernährung: Je strenger der Kot der Tiere riecht, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Futter entweder nicht optimal oder das Tier womöglich krank ist. Sollte hingegen der Urin von Hund oder Katze ungewöhnlich penetrant riechen, so kann es sein, dass das Tier zu wenig trinkt. Bei unkastrierten Katern liegt die Ursache aber oft nicht im Trinkwassermangel.

Wasser ist wichtig

Zu einer gesunden Ernährung für Hunde und Katzen gehört Wasser unbedingt dazu. Wassermangel
führt bei Hund und Katze u.a. zu Problemen mit der Nierenfunktion. Es muss unabhängig von den Mahlzeiten immer eine Schüssel mit frischem Trinkwasser bereitstehen oder eine andere Trinkwasserquelle zugänglich sein. Vor allem in den Sommermonaten ist das extrem wichtig, denn Hunde können aufgrund ihres Felles nur eingeschränkt für Kühlung durch Schwitzen sorgen. Viel Flüssigkeit und Schatten sind vor allem bei älteren Hunden oder Hunden mit einem sehr dicken oder dunklen Fell unbedingt angeraten. Informationen im Lexikon.

Katzen hingegen macht die Hitze nicht so viel aus. Sie liegen sowieso gerne zur Mittagszeit in der prallen Sonne. Aber auch für die Samtpfötchen ist Wasser wichtig. Milch für Katzen und Hunde – ja oder nein? Jungtiere, die ohne Mutter aufwachsen, werden zum Teil mit spezieller Welpen-Milch  nährt. Hilfestellungen dazu bekommt man beim Tierarzt oder im Fachgeschäft für Tiernahrung. Am  lch-Konsum von nicht mehr im Welpenstadium befindlichen Katzen und Hunden scheiden sich die Geister. Hier muss individuell entschieden werden. Auf Trinkwasser darf auch bei regelmäßiger Fütterung von Milch auf keinen Fall verzichtet werden. Es gibt durchaus Tiere, die kleine Mengen an Milch oder Sahne ohne Probleme verdauen können. Die Gabe von Kuhmilch kann sich aber  möglicherweise mit einer durch eine Laktose-Allergie bedingten Durchfallerkrankung rächen. Das gilt sowohl für Hunde als auch für Katzen. Im Handel erhältliche Milch ohne Laktose bzw. der völlige  verzicht auf Milch und Milchprodukte können möglicherweise angeraten sein.

Wandel bei der Tiernahrung

In früheren Zeiten bekamen Haustiere meist ausschließlich Essensreste vorgesetzt und zumindest
Katzen durften sich ihr Futter in Form von Mäusen selbst jagen. Da heutzutage immer mehr Katzen ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, fällt diese Form der Ernährung aus. Freigängerkatzen, die von ihren Besitzern oder von Nachbarn regelmäßig gefüttert werden, fangen zwar noch Mäuse und hin und wieder auch einen Vogel, fressen diese aber oft nicht mehr. Stattdessen werden die erbeuteten Tiere, tot oder auch (halb-) lebendig, dem Besitzer gelegentlich als nett gemeintes, aber unerwünschtes, „Geschenk“ vor die Tür gelegt oder ins Haus getragen. Dass Freigängerkatzen regelmäßig entwurmt werden müssen und auch in Bezug auf andere Parasiten, die über die Beutetiere aufgenommen werden, vorgesorgt werden muss, versteht sich eigentlich von selbst.

Fertigfutter als Allzweckmittel

Lange Zeit galt industriell hergestelltes Tierfutter als das Nonplusultra der Tiernahrung. Viele Tierbesitzer waren fest davon überzeugt, ihren Tieren damit Gutes zu tun. Sicherlich ist Fertigfutter ähnlich praktisch wie zum Beispiel Fertiggerichte für Menschen. Man öffnet einfach die Dose, das Schälchen oder die Packung und schon ist die Fütterung erledigt. Wer allerdings einmal einen gründlichen Blick auf die Liste der im Fertigfutter enthaltenden Bestandteile wirft bzw. sich informiert, was diese Bestandteile zu bedeuten haben, wird eventuell nach anderen Möglichkeiten der Ernährung suchen wollen. Fertigfutter, das Konservierungsmittel und Farbstoffe sowie tierische Nebenprodukte enthält, sollte nicht gekauft werden. Futter ohne Konservierungsmittel muss aber natürlich auch msichtig, z.B. kühl, trocken und luftdicht verschlossen, gelagert werden. Der Fleischanteil sollte durchaus großzügig bemessen sein. Vier Prozent z.B. sind zu wenig.

Trockenfutter vs. Dosenfutter

Trockenfutter wird im Allgemeinen in Säcken, Kartons, großen Dosen oder in Vakuum verpackten Beuteln verkauft. Trockenfutter macht durstig. Ein gut gefülltes Wasserschälchen ist daher Pflicht. Der Vorteil von Trockenfutter ist, dass es in der Packung vergleichsweise lang haltbar ist und auch nach dem Abfüllen in den Futternapf nicht so schnell schlecht wird. Das ist vor allem dann praktisch, wenn der Tierbesitzer morgens nach der Fütterung aus dem Haus geht und der Katze oder dem Hund ein wenig Futter zurücklassen will. Zudem erfordert das Beißen und Kauen von Trockenfutter den vollen Einsatz der Zähne. Das vermeidet die Bildung von Zahnstein. Nassfutter, z.B. aus Schälchen, ist weich,  eucht und zum Teil in eine Art Gelee eingebettet. Das muss nicht gekaut werden und verleitet viele Tiere zum Schlingen ohne Kauen. Das kann u.U. zu Problemen mit der Verdauung führen. Tiere müssen aber nicht immer nur mit Trockenfutter ernährt werden. Nassfutter in guter Qualität uzufüttern ist durchaus ok.

Billigfutter vs. Premiumfutter

Billigfutter ist im Gegensatz zu Premiumfutter in jedem fast Supermarkt zu einem mehr oder weniger günstigen Preis erhältlich. Der Preis ist oft durch einen hohen Anteil an „Füllmaterial“ bzw. Getreide,  ett oder andere Inhaltsstoffe erkauft. Das sorgt zwar für einen Sättigungseffekt, bringt aber Vergleichsweise wenig Nährstoffe mit. Premiumfutter ist meist teurer und wird in kleineren Portionsgrößen über den Fachhandel verkauft, doch benötigt man davon auch nicht so viel, um die Katze oder den Hund satt zu bekommen, da die Inhaltsstoffe hochwertiger und nährstoffreicher sind.

Im Fachhandel und auch im Internet gibt es viele Infos zu Premiumfutter. Es gibt aber auch in diesem Bereich gewaltige Preisunterschiede. Für welches Premiumfutter man sich entscheidet, ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine Frage der individuellen Vorlieben. Nicht jede Katze oder jeder Hund frisst alles, was man ihm oder ihr vorsetzt. Fütterungsempfehlungen beachten Vor allem Hunde tendieren dazu, ohne Maß zu fressen und sich dabei zu überfressen. Übergeben und Übergewicht können die Folge sein. Daher sollte man die Empfehlungen für Portionsgrößen auf den Packungen durchaus nicht überlesen und die Futtermenge pro Mahlzeit und Tier in Abhängigkeit vom Alter bzw. vom Aktivitätsgrad und Körpergewicht des Tieres bestimmen. Der Energieverbrauch älterer Tiere kann durchaus sinken, während im Wachstum befindliche Jungtiere oder sehr bewegungsfreudige Tiere womöglich mehr brauchen.

Die heiß geliebten „Leckerlis“ und kleine Zusatzhäppchen müssen auch mit einberechnet werden. Sollten sich mehrere Tiere im gleichen Haushalt befinden, kann es Sinn machen, die Tiere in getrennten Räumen zu füttern. So vermeidet man, dass ein Tier zu viel abbekommt und das andere zu wenig.

Selbst kochen vs. fertig kaufen

Sollte die Zeit fehlen, so muss der Tierbesitzer wohl oder übel auf industriell hergestellte Fertignahrung zurückgreifen. Wenn Zeit keine Mangelware ist oder viel Erfahrung mit dem gesundheitsbewussten Ernähren von Tieren vorliegt, so kann die Ernährung des Haustieres auch ohne Fertigfutter durchaus optimal gestaltet werden. Diese Ernährungsweise nennt sich BARF (= „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“). Das ahmt die Zusammensetzung von Beutetieren nach und setzt sich daher aus Innereien, Muskelfleisch, tierischem Fett, Haut und ggf. auch Fell, Blut und eventuell pflanzlichen Anteilen usammen. BARF kann entweder roh verfüttert werden oder abgekocht.

Dabei ist aber Folgendes zu beachten: Rohes Futter und vor allem rohes Fleisch darf Tieren, die bekanntermaßen Probleme mit dem Immunsystem haben oder krank sind, auf keinen Fall gegeben werden. Rohe Leber wird von Katzen oft sehr gern gefressen, kann aber ebenfalls zu Parasiten-Problemen führen und zudem einen Überschuss an Vitamin A sowie entsprechende gesundheitliche Beschwerden nach sich ziehen.

Knochen für Hunde

Die meisten Hunde lieben Knochen, können sich lange Zeit ausgiebig mit dem Zerbeißen beschäftigen und sind dabei vollkommen zufrieden. Knochen sind auch gut für die Zahnpflege. Allerdings kann es sein, dass sie nicht vollständig verdaut werden können und daher zu Problemen führen. Auch das splittern der Knochen beim Kauen ist nicht ganz unproblematisch, da es eventuell zu mehr oder weniger starken Verletzungen führen kann. Geflügelknochen sollten daher unbedingt vermieden werden. Eventuell macht es Sinn, zu den im Handel erhältlichen Kauknochen zu wechseln.

Kein Futter aus dem Kühlschrank

Unabhängig von der gewählten Futtersorte oder Fütterungsart, darf die jeweilige Mahlzeit niemals direkt aus dem Kühlschrank kommen. Manchmal sind Futterdosen- oder Portionen zu üppig, um sie im Rahmen einer Mahlzeit zu verfüttern. Diese werden dann mit einem Plastikdeckel oder dergleichen geschützt in den Kühlschrank gestellt. Einige Zeit vor der nächsten Fütterung sollte das Futter ins Warme gebracht werden. So vermeidet man Kälte bedingte Verdauungsstörungen.

Wie viele Mahlzeiten sind nötig?

Katzen- und Hundewelpen bekommen im Normalfall über die Muttermilch alle benötigten Nährstoffe. Nach und nach beginnt man dann mit der Zufütterung, da die Tiere mit dem Wachstum auch mehr Energie benötigen. Dieser Energiebedarf kann dann nicht mehr über die Milch des Muttertieres gedeckt werden. Junge Tiere ernähren sich im Laufe ihres Wachstums oft sowohl über Zufütterung als
auch über das Muttertier, letzteres vor allem wegen der Nähe und Wärme des Muttertieres. Katzen können ca. ab der 10. bis 12. Woche vom Muttertier getrennt werden und in ihr neues Zuhause gebracht werden. Dort ernährt man sie in der Anfangszeit am besten mit drei eher kleinen Mahlzeiten pro Tag, um das Verdauungssystem der Katzen nicht übermäßig zu belasten. Sollten die Kleintiere Probleme mit dem Stuhlgang haben, kann eine sanfte Massage des Bauches dem abhelfen.

Wenn die Tiere dann heranwachsen, kann man die Anzahl der Mahlzeiten auf zwei für Katzen und eine für Hunde reduzieren, die natürlich etwas üppiger ausfallen. Eventuell verbleibende Futterreste sollte man nach der Mahlzeit entfernen und ggf. die Futtermenge künftig reduzieren. Hunde füttert man am besten morgens oder mittags, sodass sie „ihr Geschäft“ im Laufe des Nachmittags oder am Abend  verrichten und nicht nachts auf einen Spaziergang drängen müssen. Für Senior-Tiere gelten abhängig vom Gesundheitszustand und den Vorlieben beim Essen individuelle Regeln, die man im Zweifelsfall mit dem Tierarzt abspricht und natürlich auf die Vorlieben des Tieres abstimmt.

Keine Fütterung am Tisch

Bei Tisch sollte konsequent auf das Füttern der Tiere verzichtet werden. Es ist eine Herausforderung, Tieren die Tischfütterung wieder abzugewöhnen. Generell gilt, dass die Tiere vor den Mahlzeiten der menschlichen Besitzer gefüttert werden und satt sein sollten, so kann man lästiges Betteln bei Tisch von Anfang an vermeiden. Tischabfälle sind außerdem ungesund für Haustiere. Gebratenes, Gezuckertes und dergleichen sind nicht die passende Ernährung für Tiere.

Tiere nach den Mahlzeiten ruhen lassen

Mit einem Spaziergang direkt nach dem Essen tut man dem Hund keinen Gefallen. Er sollte einige
Zeit ausruhen dürfen, bevor es nach draußen geht. Auch Katzen wollen nach den Mahlzeiten oft in Ruhe gelassen werden. Bewegungsaktive Spiele werden direkt nach dem Essen oft nicht gut angenommen.

Nächster Beitrag