Kein Getreide im Hundefutter – Fragen von Kunden

Montag, 22 April 2013

Immer wieder fragen uns Hundehalter, warum ins Futter kein Getreide gehört:

Eine Diskussion, die innerhalb der letzten Jahre vermehrt aufkommt, beschäftigt sich mit dem Thema „Hundefutter ohne Getreide“. Doch warum ist dieses Thema so heiß diskutiert und dürfen Hunde kein Getreide fressen?

Der Haushund ist generell ein Allesfresser. Doch in erster Linie gehört er zu der Gruppe der Fleischfresser. Es ist allerdings nicht selten, dass so manches Exemplar auch mal einen Apfel nicht verschmäht oder diverse Arten von Gemüse frisst. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein gutes Hundefutter stets einen höheren Fleischanteil beinhalten sollte. Neben dem Fleisch nutzen zahlreiche Hersteller nach wie vor Getreide und andere Füllstoffe, um das Futter möglichst günstig zu produzieren. Allerdings ist es ein Fakt, dass die Vierbeiner Bestandteile wie Getreide nicht für ihren Stoffwechsel benötigen und es ihnen sogar zum Großteil schadet.

Gehen wir zurück zum Ursprung: Der Wolf, von dem der heutige Haushund abstammt, frisst für gewöhnlich Fleisch. Neben dem Muskelfleisch verzehrt er zudem die Innereien seiner Beute. Der Mageninhalt der Beutetiere besteht nicht selten aus vorverdauten Pflanzen, die das Tier vor seinem Tod verzehrt hat. Diese frisst der Wolf selbstverständlich mit. So erhält er die nötigen Ballaststoffe und Pflanzenfasern, die sein Körper benötigt. Da der heutige Haushund zwar vom Wolf abstammt, jedoch nicht mehr viel mit ihm gemein hat, gehen immer mehr Hersteller dazu über, das Hundefutter mit Getreide anzureichern um den Mageninhalt der Beutetiere zu simulieren. Neben Mais und Haferflocken ist auch Soja ein häufiger Füllstoff. Zu bedenken ist dabei, dass dieses Getreide jedoch nicht, wie beim Beutetier, vorverdaut ist und somit viel verträglicher für das Tier.

Fakt ist, dass Mais, Haferflocken und Soja lediglich eine sehr günstige Möglichkeit sind, um das Futter zu strecken. Sie machen den Hund satt und vom Hersteller kann ein moderater Preis verlangt werden, den der Kunde leicht bezahlen kann. Es ist übrigens gleich, ob es sich dabei um Trocken- oder Nassfutter handelt. Das Verfahren verläuft bei beiden Varianten gleich.

Es gibt Hunde, die keinerlei Probleme dabei entwickeln, wenn sie auf Dauer nur getreidehaltiges Futter bekommen. Viele Hersteller versprechen eine bessere Verdaulichkeit und sogar bei manchen Sorten die Möglichkeit der Gewichtsabnahme. Bei letzteren Produkten ist es häufig so, dass sogar noch weniger Fleisch in ihnen enthalten ist, als in den anderen Sorten.

Leider beginnen manche Verbraucher erst in dem Moment damit, nachzudenken, wenn es fast schon zu spät ist: Der Hund leidet unter Magenproblemen, bekommt Durchfall oder erbricht aus völlig unersichtlichen Gründen. Andere neigen dazu, ein immenses Gewicht zu erlangen. Spätestens dann, wenn der Hund ein einziges, sich ständig kratzendes und fiependes Bündel Elend ist, ergreifen sie die Initiative und gehen zum Tierarzt, um dort die Diagnose „Futtermittelallergie“ zu erhalten. Was dann folgt, ist ein langwieriger Prozess namens Ausschlussdiät. Profunde Tests belegen, dass besonders Soja und Mais allergieauslösende Eigenschaften besitzen. Weizen, Roggen oder Gerste enthalten zudem Gluten, die für manche Exemplare der Auslöser von Allergien sein können. Ekzeme und weitere Veränderungen der Haut zeigen sich, die nur mit großer Mühe behandelt werden können.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte jeder Hundebesitzer akribisch darauf achten, was im Futter enthalten ist, welches er seinem Liebling in den Napf gibt. Für gewöhnlich sind Futtersorten, die zu 80 Prozent aus Fleisch bestehen, schon einmal ein guter Anfang. Neben Fleisch ist in diesen Futtersorten auch ein Anteil Kohlenhydrate enthalten. Kartoffeln und gelbe Erbsen sind eine gute Ergänzung zum Hauptbestandteil Fleisch. Viele Vierbeiner lieben Obst und Gemüse, welches man ihnen am besten in püriertem Zustand ins Futter gibt. Diverse Hersteller bieten zudem Futtersorten an, in denen neben Fleisch und Kohlenhydraten auch Gemüse enthalten ist.

Je nach Alter des Hundes variiert die Notwendigkeit von Fleisch im Futter. Während Welpen und erwachsene Vierbeiner, die viel Sport treiben, einen höheren Proteingehalt benötigen, dürfen Senioren auch ruhig etwas weniger erhalten.

Wichtig ist in jedem Fall stets, die Zusammensetzung zu beachten. Vitamine und Mineralien dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Auf diese Weise ermöglicht der Besitzer seinem Hund ein verträgliches und ausgewogenes Futter, welches zu seinen Bedürfnissen passt.

Bei uns, bei Wunschfutter, verwenden wir Rezepturen komplett ohne Getreide.

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