Können alle Hunde schwimmen?

Mittwoch, 28 Juni 2017

Diese Frage kann man wohl nicht eindeutig beantworten. Sicher ist aber, dass es Hunde gibt, die einfach kein Wasser mögen.

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Und man kann beobachten, dass jeder gesunde Hund, unabhängig von der Rasse, automatisch mit den typischen Paddelbewegungen der Beine beginnt, wenn man ihn über eine offene Wasserfläche hält. Natürlich gibt es, je nach Rasse, deutliche Unterschiede. Es gibt Rassen, die speziell für die Wasserarbeit gezüchtet werden. Der Labrador, Neufundländer und der spanische Wasserhund zum Beispiel. Andere Rassen haben durch ihren Körperbau oder ihre Behaarung z.T. große Schwierigkeiten im nassen Element. Auch Rassen mit extrem kurzen Nasen oder welche mit einem schweren Körper und extrem kurzen Beinen (wie z.B. Englische Bassets) haben es im Wasser eher schwer.

Aber auch Hunde, die schwimmen können, geraten mitunter im Wasser in Schwierigkeiten. Woran kann das liegen?

  • Ungewohnte Umgebung
  • Schnellfließende Gewässer
  • Keine Austiegsmöglichkeiten und dadurch entstehende Panik
  • Einbrechen auf einer Eisdecke
  • Junge und unerfahrene Hunde oder auch alte Hunde

Letztlich sollte man als Halter immer die Umgebung im Blick haben und ggf. den eigenen Vierbeiner lieber an die Leine nehmen. Denn der Hund kann die Risiken meist nicht selbst abschätzen und freut sich mehr über das kühlende Nass. Am besten bringen Sie Ihrem Hund natürlich bei, nur mit Ihrer Zustimmung in Wasser zu gehen/springen.

Auf Bootsausflügen oder wenn man sich an riskanten Gewässern aufhhält macht es Sinn, dem Hund eine Schwimmweste anzulegen. Diese sollte auf jeden Fall einen gut erreichbaren Griff haben, so dass man den Hund bei Gefahr gut greifen und ggf. aus dem Wasser ziehen kann.

Generell sollte man so früh wie möglich mit dem eigenen Hund im seichten Wasser das Schwimmen langsam üben. So gewinnt er Sicherheit und Vertrauen und kann dann entspannt und mit viel Freude auch die tieferen Gewässer erkunden. Anreize, sich ins tiefe Wasser zu begeben, also wirklich zu schwimmen, sind vielfältig. Man kann z.B. selbst als gutes Beispiel voran gehen und gemeinsam mit dem Hund ins Wasser gehen. Wem das zu kalt ist, der kann es auch mit ältern Hunde-Kumpels versuchen, die bereits mit Freude schwimmen. Oft gucken die Vierbeiner sich das dann untereinander ab. Ebenfalls prima eignet sich das Apportieren. Wenn der Hund an Land bereits Spaß am Apportieren hat, zieht es ihn vermutlich auch ins Wasser, um das Apportel zu bringen.

Aber ganz wichtig: Üben sie nie Druck aus oder werfen ihren Hund einfach ins Wasser!

Sollte ihr Hund tatsächlich mal in Schwierigkeiten geraten und vielleicht sogar Wasser in die Lunge bekommen haben? Was tun? Auch wenn es ein wenig Überwindung kostet: Halten Sie ihn an den Hinterläufen kopfüber, so dass das Wasser aus der Lunge wieder abfließen kann. Trocknen Sie den Hund möglichst ab, damit er nicht auskühlt und suchen Sie ggf. einen Tierazt auf. Je nach Zustand des Hundes.

Ach ja, tauchen bringt zwar tolle Unterwasserbilder, ist aber auf gar keine Fall besonders für Hunde geeignet. Denn durch das ins Ohr eindrigende Wasser kann es schnell zu Entzündungen kommen. Gerade bei Hunden mit Schlappohren bleibt die Feuchtigkeit im Ohr und bietet ein gemütliches Milieu für schmerzhafte Entzündungen im Ohr. Wenn der Hund dennoch taucht, dann kontrollieren Sie besonders häufig die Ohren!

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