Warum getreidefreies Hundefutter?

Montag, 22 Oktober 2012

Dass der Hund vom Wolf abstammt und somit ein Fleischfresser ist, dürfte den meisten Hundebesitzern bekannt sein. Doch warum liest man dann auf den Inhaltslisten so vieler Hundefuttersorten in erster Linie Getreide? Und ist Weizen, Mais, Soja und Co. denn tatsächlich gesund für den geliebten Vierbeiner? Schließlich spielt Getreide in unserer Ernährung eine Große Rolle und gerade Vollkornprodukte gehören bei einer gesunden Ernährung unbedingt dazu.

Um die Frage nach einer artgerechten Ernährung unserer Vierbeiner zu klären, muss man sich eigentlich nur vor Augen führen, was denn die wilde Verwandtschaft unserer Haushunde frisst. Bei diesen stehen hauptsächlich Reptilien, Amphibien, Nagetiere, Vögel und auch größere Säugetiere auf dem Speiseplan. Natürlich werden auch immer wieder Teile des Magen- und Darminhalts mitgefressen, der in vielen Fällen aus vorverdauten Pflanzenteilen besteht, aber den Hauptteil der Ernährung macht ganz klar Fleisch aus.

Und genau auf diese Ernährungsweise ist der ganze Verdauungstrakt des Hundes aufgebaut. Getreide im Futter kann bei empfindlichen Tieren Verdauungsprobleme, Durchfall und Blähungen auslösen. Durch das Übermaß an Kohlenhydraten wird Zahnstein und Karies begünstigt und in vielen Fällen leider auch Fettleibigkeit und Diabetes. Außerdem leiden immer mehr Hunde an Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten, bei denen gerade Weizen als die Nummer eins unter den Auslösern gilt.

Doch wenn das alles bekannt ist, warum also gibt es nicht nur getreidefreies Hundefutter, sondern immer noch viele Sorten auf dem Markt, bei denen der Getreideanteil den Fleischanteil um ein Vielfaches übersteigt? Der Grund dafür ist ganz einfach. Getreide, besonders wenn es für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist, ist viel billiger zu bekommen als Frischfleisch und wird daher als billiger Füllstoff genutzt. Über den negativen gesundheitlichen Aspekt wird dabei gerne hinweggesehen.

Wenn man also seinen Hund artgerecht und gesund ernähren möchte, sollte man möglichst auf ein getreidefreies Hundefutter zurückgreifen. Es ist auf jeden Fall besser auf die Bedürfnisse unserer Hunde abgestimmt und bietet essentielle Nährstoffe in einer hundegerechten Zusammensetzung. Ein hoher Fleischanteil sorgt dafür, dass es weniger Verdauungsprobleme gibt und der Hund seinen Energiebedarf über Fette und Proteine decken kann und nicht über Kohlenhydrate, die bei der Verdauung Bauchspeicheldrüse, Nieren und Leber belasten.

Wenn man sich beim Futter an den natürlichen Ernährungsweisen wilder Hunde oder Wölfe orientiert, kann man viele typische Zivilisationskrankheiten unserer vierbeinigen Familienmitgliedern verhindern.

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